Bühnenrechte: Deutscher Theaterverlag Weinheim/Bergstraße
Ensemble: Dietmar Bertram, Elisabeth Diehl, Arno Fey, Reta Flütsch, Andreas Johannides, Dagmar Kaiser, Ilja Kamphues, David Klock, Dieter Pommerenke, Johannes Schedl, Brigitte Schmitt-Backhaus, Frauke Schönhals
Kostüme & Bühne: Suzanne Fritz Technik: Carsten Schmidt, Klaus Dieter Schmitt, Karsten Rischer Regie: Wolfgang Dralle
Termine: Sa, 31. Januar 1998 / 15 Uhr Sa, 14. Februar 1998 / 15 Uhr Sa, 7., 14. & 28. März 1998 / 15 Uhr Sa, 4. & 25. April 1998 / 15 Uhr Sa, 9., 16. & 23. Mai 1998 / 15 Uhr Sa, 6. & 13. Juni 1998 / 15 Uhr
So urteilte die Presse:
"Kinder dürfen Geheimnisse haben, da waren sich alle ganz einig: Mehr als hundert kleine Besucher jubelten 'Pünktchen und Anton' (...) begeistert zu. Schließlich war die Premiere des Kästner-Stückes nicht nur spannend bis zum Schluß, sondern auch so witzig, daß den Erwachsenen auf den hinteren Rängen die Lachtränen übers Gesicht liefen. Daß Mädchen die cleveren Kinder sind, zeigte sich bald. Pünktchen, brillant und keß in Szene gesetzt von Frauke Schönhals, rechnete ihrem Vater (Dieter Pommerenke), dem wichtigen Generaldirektor, in Null Komma nichts eine Matheaufgabe vor; da konnte er nur noch baßerstaunt mit den Ohren schlackern. Von seiner eitlen Gattin (Reta Flütsch) läßt sich der gestandene Direktor ausziehen bis aufs Hemd, und das Kindermädchen (Dagmar Kaiser) lügt ihm das Blaue vom Himmel herunter. Alle Klischees, die Kinder von Erwachsenen kennen, sind in Kästners bekanntem Stück enthalten und von Regisseur Wolfgang Dralle überzeichnet komisch auf die Bühne gebracht worden: die Köchin (Brigitte Schmitt-Backhaus), die dick ist, weil es sich für eine Köchin schließlich so gehört. Oder die Mutter, die sich nur für Mode interessiert und vor lauter Langeweile unter ständigen Migräne-Anfällen leidet. Nur ein Klischee? Bestimmt nicht. Denn so mancher Erwachsene hat sich durch Lacher und Kommentare (...) verraten. Doch 'Pünktchen und Anton' sind nicht nur komisch und spannend, sondern auch politisch lehrreich. Schließlich handelt die Geschichte der ungleichen Freunde von den Existenzproblemen Antons und seiner kranken Mutter..." (Mainzer Rhein-Zeitung)
"(...) 'Ob eine Geschichte wirklich passiert ist oder nicht, ist völlig unerheblich. Hauptsache ist, sie ist wahr.' Mit diesen philosophisch-poetischen Worten charakterisiert Erich Kästners Bühnen-Alter-ego 'Herr K' das Theaterstück für Kinder 'Pünktchen und Anton' (...). Kästners Stück, das 1931 fast zeitgleich mit dem gleichnamigen Roman erschien, hat nichts von seiner Aktualität und Brisanz verloren (...). Deshalb war es auch nicht notwendig, die Handlung aus dem Kontext der Weimarer Republik in die Gegenwart zu transportieren. Im Gegenteil: Die Inszenierung von Wolfgang Dralle gewinnt durch ihren Mut, auf Experimente zu verzichten. (...) Eindrucksvoll auch das Bühnenbild, das mit wenigen Requisiten den Gegensatz zwischen der Welt des 'Pünktchen' und der des 'Anton' dokumentierte (...). Großartig spielten die Schauspieler, allen voran die Kinderdarsteller Frauke Schönhals und Arno Fey, beide zwölf Jahre alt, die mit Talent und Charme mühelos den ganzen Saal in ihren Bann zogen." (Mainzer Allgemeine Zeitung)
Karten für "Pünktchen und Anton" können - unabhängig vom Vorverkaufsbeginn - für die ganze Saison gekauft werden.
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