Schirmherrschaft: Frau Ministerin Doris Ahnen
Komödie von Yasmin Reza
Spielleitung: Christoph Klein
Zwei 11jährige Jungen prügeln sich auf dem Schulhof, der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Véronique und Michel Houillé besuchen Annette und Alain Reille, denn unter zivilisierten Leuten spricht man den Vorfall gemeinsam durch, erörtert angemessen Themen wie Zivilisation, Gewalt oder die Grenzen der Verantwortlichkeit. Doch schnell wird der Ton schärfer, der Elternabend eskaliert, die dünne Fassade bürgerlicher Kultiviertheit bricht: Vier Erwachsene stehen sich auf dem Schlachtfeld gegenüber... Annette: "Warum läßt du deinen Sohn als Henker bezeichnen? Wir kommen in ihr Haus, um diese Sache zu klären, und dann werden wir beschimpft, angegriffen und mit Predigten über globalen Bürgersinn traktiert, Ferdinand hatte völlig Recht, Ihren Sohn zu schlagen, und mit Ihren Menschenrechten wisch ich mir den Hintern ab." Michel: "Ein Schlückchen Schnaps, und zack! schon kommt das wahre Gesicht zum Vorschein. Wo ist nur diese zuvorkommende und zurückhaltende Frau geblieben, mit ihren sanften Gesichtszügen..." Seit "KUNST" ist "Der Gott des Gemetzels" Yasmina Rezas furiosestes Stück und eines der erfolgreichsten ausländischen Stücke auf deutschsprachigen Bühnen.
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