ein Stück über HIV und AIDS von Michael Kloss
Aufführungsrechte: Michael Kloss
es spielt das Theater-Ensemble unterhaus: Brigitte Backhaus, Dietmar Bertram, Astrid Bierwirth, Alicia Kron, Sebastian Nuss, Thomáz Santos de Oliveira, Sebastian Stricker und Sarah Thinnes
Technik: Carsten Schmidt Kostüme und Bühnenbau: Suzanne Zimmermann Regieassistenz: Vanessa Müller Regie und Bühnenbild: Manfred Roth
Am Vorabend von Stephans 16. Geburtstag. Familie und Freunde sind versammelt, um reinzufeiern. Stephan aber fiebert nur einem entgegen: der Nacht der Nächte. Seine Freundin Anna und er wollen das erste Mal miteinander schlafen. Doch dann geht alles schief! Sein Kumpel Marco ist plötzlich sturzbetrunken, sein Bruder Wolfgang und dessen Freund Peter haben totalen Beziehungsstreß und verlassen die Party, und Anna muß plötzlich nach Hause, weil ihre Eltern sich endgültig trennen wollen. Kurz vor Mitternacht: Stephan fühlt sich von allen alleingelassen. Enttäuscht rauscht er ab in die Disco, um seinen Frust zu ertränken. In dieser "Fünf-vor-Zwölf"-Stimmung läßt er sich von der 20jährigen Angi abschleppen - und "entjungfern". Mit glücklich-schlechtem Gewissen läuft er frühmorgens von seinem One-Night-Stand zuhause ein. Zum Nachdenken bleibt keine Zeit, denn seine geliebte Anna taucht auf, um mit ihm über ihre Probleme zu reden - und das Versäumte nachzuholen: Die beiden schlafen miteinander. Dann überstürzen sich die Ereignisse. Stephan erfährt, daß Angi HIV-positiv ist. Ein Schock, denn sie haben kein Kondom benutzt. Eine bange Zeit des Wartens beginnt! Ist Stephan positiv? Hat er Anna infiziert? Nach quälenden 8 Wochen sind die Testergebnisse da...
Die HIV- und AIDS-Hysterie der 80er und 90er Jahre ist glücklicherweise vorbei, nicht jedoch die Bedrohung durch das Virus. Erstmals seit 1997 steigt die Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland wieder, immer weniger Kondome werden verkauft. Experten sprechen von einem "Unverwundbarkeitsmythos" bei Jugendlichen. Bewußtsein und Aufklärungsbereitschaft über Infektionsrisiken erreicht junge Menschen nur schwer, der AIDS-Schock wirkt nicht mehr, das Gefühl der Bedrohung ist verschwunden. Nur noch jeder dritte Deutsche hält AIDS für gefährlich, die Jüngeren halten AIDS für ein Problem der Älteren, der Anderen. Ein gefährlicher Trugschluß. Trotz Kombi- Präparaten ist AIDS nach wie vor nur therapierbar, nicht heilbar.
“Verdammt positiv” zeigt am Beispiel ganz normaler Jugendlicher aus ganz normalem sozialen Umfeld, daß die Gefahr einer HIV-Infektion durch ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht nur - wie häufig angenommen - für sogenannte Risikogruppen besteht. Das Stück ist dabei weder Moralpredigt noch Bedienungsanleitung in Sachen Sex, sondern erzählt die Geschichte eines Jungen, der sich 100% sicher ist, daß er sich nie mit dem HIV-Virus infizieren kann…
* Titel in Anlehnung an das gleichnamige Fotoprojekt von Ruedi Weber, Basel
www.unterhaus-mainz.de
Die Karten für "Verdammt positiv!" können - unabhängig vom Vorverkaufsbeginn - für die ganze Saison gekauft werden.
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