Es spielt das Theater-Ensemble unterhaus: Erwin Backhaus, Brigitte Schmitt-Backhaus, Michael Schober & Silke Simon
Technik: Carsten Schmidt; Bühne: Thorsten Kramer; Regieassistenz: Brigitte Schmitt-Backhaus; Regie & Ausstattung: Erwin Backhaus
Es ist die alte, ewig junge, never-ending Lovestory! Goethes Urfaust (geschrieben zwischen 1772 und 1775)
"Die Theatergemeinde des unterhauses bedachte das Drama mit kraftvollem Applaus, und am stürmischsten klatschten die jüngsten Zuschauer. Kein Wunder, erscheint doch das zentrale Pärchen vertraut wie die Clique. Das kleine unterhaus als Spielort befördert diese Nähe: rund um die Bühne sitzen die Zuschauer, auf Tuchfüllung mit den Darstellern. (...) Regisseur Backhaus spielt Mephistopheles als Harmlosigkeit in Person. Er ist ein Teufel ohne jede Gefährlichkeit, aber mit Nonchalance, auch mal mit Witz ausgestattet, wenn er etwa dem Faust den Lebenssaft mit einer großen Spritze abzapft oder auf den Flirt mit der sinnlichen Marthe (Brigitte Schmitt-Backhaus) eingeht. (...) Der Studiosus [Faust: Michael Schober] wird in dieser Inszenierung zum netten Typ, der eine hübsche Freundin sucht. Ebenso nett wie er erscheint das Gretchen (Silke Simon), ... Um so erstaunlicher ihre Wandlung zur Ernsthaftigkeit. Aus dem albernen Mädchen wird ein Klageweib..." (Mainzer Rhein-Zeitung)
"Und noch ein Beitrag zum Goethe-Jubiläum: Das Jugendtheater im unterhaus spielt den Urfaust, frisch drauflos, als sei das eine Lovestory für Boys und Girlies von heute. Jedenfalls soll das Outfit der Inszenierung (Regie: Erwin Backhaus) diesen Schluss nahelegen. Gesprochen wird nämlich original Goethe, von 'Habe nun, ach...' bis 'Ach neige, du Schmerzensreiche...' - wenn auch zusammengestrichen und dafür bisweilen mit anderen Goethe-Texten angereichert. ...dieser Urfaust [ist] zum Glück keine Lovestory der Fun-Generation geworden, vielmehr relativieren sich historischer Bezug und moderne Interpretation gegenseitig. Und so lässt sich diese alte Geschichte wieder einmal als 'doch ewig neu' erfahren, wie Heinrich Heine sagte, 'und wem sie just passiert ist, dem bricht das Herz entzwei.'" (Mainzer Allgemeine Zeitung)
Foto: Bernd Weisbrod
Die Karten für "Urfaust" können - unabhängig vom Vorverkaufsbeginn - für die ganze Saison gekauft werden.
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